Gesundheit ist der Sonnenschein der Seele.

edward young

 

Untersuchungen

Klinische Untersuchung

Die Inspektion und das Abtasten der Brust sind die Basis einer jeden Abklärung bei Beschwerden oder Befunden der Brust. In einem nächsten Schritt kommen bildgebende Verfahren zum Einsatz.

Digitale Mammographie

Die Mammographie ist die Röntgenuntersuchung der Brust. Sie ist nach wie vor der Goldstandard in der Bildgebung und eignet sich auch für Screening-Untersuchungen (in regelmässigen Abständen erfolgende Untersuchungen zur Frühentdeckung von Brustkrebs). Die Strahlenbelastung ist dabei minimal und kann vernachlässigt werden. Die Untersuchung erfolgt durch die Radiologie des Spitals (Chefarzt Dr. A. Wyss). Eventuelle weitergehende Abklärungen finden in der Brustsprechstunde statt.

Brustultraschall (Mammasonographie)

Unter Mammasonographie versteht man die Ultraschalluntersuchung der Brust. Sie ist in der Regel eine ergänzende Untersuchung nach Mammographie. Gerade bei jüngeren Frauen kommt sie jedoch auch als erstes bildgebendes Verfahren zum Einsatz. Sie erlaubt zudem im Gegensatz zur Mammographie die Durchführung einer eventuellen Punktion unter Sichtkontrolle. Bei unklaren oder verdächtigen Befunden erfolgt in einem nächsten Schritt eine derartige Punktion zur Entnahme einer Zell- oder Gewebeprobe.

Brust-Magnetresonanzbildgebung (MRI)

Das MRI ist ein bildgebendes Verfahren, das ohne Röntgenstrahlen auskommt. Durch Spritzen eines Kontrastmittels können Areale mit vermehrter Durchblutung (Entzündung, Krebs) sichtbar gemacht werden.

Punktionen

  • Feinnadelpunktion (FNP)
  • Stanzbiopsie (StB)

Punktionen, die im Falle der FNP und StB unter US-Kontrolle durchgeführt werden, dienen der Gewinnung von Zellen oder Gewebezylindern zur Diagnosestellung 
oder -sicherung. Nur selten ist bei unklarem Resultat der Punktion für die Diagnosestellung eine offene Gewebeentnahme (Biopsie) im Operationssaal in Narkose 
notwendig.

Beratung von Risikopatientinnen (Genetische Beratung)

Ausgehend von ihrer persönlichen Kranken- und Familiengeschichte beraten wir Frauen auf Wunsch in einem ausführlichen Gespräch über Ihr persönliches Risiko, an Brustkrebs zu erkranken. Wir geben Ihnen Tips zur Verminderung des Brustkrebsrisikos und Empfehlungen über Art und Interval von sinnvollen Kontrollen. Die Beratung erfolgt in Zusammenarbeit mit Kolleginnen der Humangenetik der Universität Bern (Leiterin Frau Prof. Sabina Gallati) in einer Sprechstunde bei uns am Spital Thun.

Minimalinvasive Tumorentfernung (Mammotome)

Gutartige Knoten (z.B. Fibroadenome) können heutzutage bis zu einer Grösse von 2,5 – 3 cm mittels einer Vakuumbiopsie (Mammotome) in Lokalanästhesie in der Brustsprechstunde entfernt werden. Dabei kommen dickere Nadeln zum Einsatz als bei einer Stanzbiopsie. Diese Nadeln sind über einen Plastikschlauch mit einem Gerät verbunden, das ein Vakuum erzeugt, durch das mehr Gewebe in die Öffnung der Nadel eingesaugt und entfernt werden kann.

Brust-Screening Kanton Bern

Der Kanton Bern hat die Bernische Krebsliga per 1. Mai 2012 beauftragt, ein qualitätskontrolliertes Brust-Screening-Programm für den Kanton Bern aufzubauen.Im Rahmen dieses Programms erhalten sämtliche Frauen zwischen 50 und 74 Jahren, die im Kanton Bern wohnhaft sind, bis Ende 2014 und danach regelmässig alle zwei Jahre eine Einladung zum 
qualitätskontrollierten Brust-Screening. Mit Schreiben vom 21.11.2012 hat das Spital Thun von der Bernischen Krebsliga im Auftrag des Kantons Bern den Zuschlag als Leistungserbringungs-Standort für das Mammographie-Screening-Programm Bern erhalten. Ein Team von motivierten Mitarbeitern der Radiologie und des Brustzentrums bieten einen optimalen Service.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Bernischen Krebsliga, die für das qualitätskontrollierte Brustscreening-Programm im Auftrag des Kantons Bern verantwortlich ist (http://ww.bernischekrebsliga.ch/de/brust_screening/)

Brustzentrum Aare

Das Brustzentrum Aare wurde 2007 gegründet und ist ein interregionales Netzwerk von Frauenkliniken öffentlicher Spitäler der Kantone Bern, Wallis und Solothurn. Das Spital Thun (Spital STS AG) gehört zu den Gründungsmitgliedern dieses Verbundes zur gynäkologischen Brustbehandlung nach europäischem Qualitätsstandard. Weitere Mitglieder sind: Universitätsklinik für Frauenheilkunde des Inselspitals, die regionalen Spitalzentren Biel, Burgdorf, Langenthal, Interlaken, das Bürgerspital Solothurn und das Regionalspital Visp. Alle Mitglieder sind Kompetenzzentren für Brusterkrankungen, vor allem für Brustkrebs. Jährlich werden in diesen Spitälern über 500 neu an Brustkrebs erkrankte Patientinnen behandelt. Die Partnerspitäler haben sich in einer Charta verpflichtet, allen Frauen in ihrem Einzugsgebiet eine qualitativ hochstehende, multidisziplinäre und nach den neusten Erkenntnissen 
der Wissenschaft praktizierte medizinische Betreuung bei Erkrankungen der Brust anzubieten.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Brustzentrums Aare (http://www.bz-aare.ch/)