Gesundheit ist der Sonnenschein der Seele.

Edward Young

 

Therapiemöglichkeiten

Schultergelenks-Arthroskopie und Begleiteingriffe

Bei einer Arthroskopie, auch Gelenkspiegelung genannt, wird eine mit einer Kamera versehene Optik durch einen ca. 1 cm langen Hautschnitt ins Gelenk eingeführt. Das Gelenk wird mit Wasser aufgefüllt, damit die Strukturen besser sichtbar sind. Durch einen oder weitere Hautschnitte werden Arbeitsinstrumente eingeführt. Mit einer Arthroskopie kann nicht nur das Schultergelenk, sondern auch der Raum zwischen Schulterdach und Rotatorenmanschette (Subacromialraum) beurteilt und operiert werden.
Eine Schulterarthroskopie wird bei uns in Allgemeinanästhesie durchgeführt. Während der Operation befindet sich der Patient in einer halb sitzenden Position und der Arm wird zum Teil über einen Halteapparat vom Körper abgespreizt fixiert. Nach der Arthroskopie werden die kleinen Hautschnitte wieder verschlossen und ein steriler Verband angelegt. Die weitere Nachbehandlung in Bezug auf Ruhigstellung in einer Armschlinge oder Schiene richtet sich nach der jeweiligen Operation.

Begleiteingriffe

Bizeps-Anker (SLAP)-Refixierung,Bizepstenodese, Bizepstenotomie

Während der Spiegelung wird die lange Bizepssehne in Ihrem Verlauf untersucht und je nach vorgefundenem Schaden durchtrennt, wieder fixiert oder neuer Stelle refixiert.

Resektion des AC-Gelenks

Das Gelenk zwischen Schulterdach (Acromion) und Schlüsselbein (Clavicula) kann durch Verschleiss oder aufgrund eines Unfalls abgenutzt und dadurch schmerzhaft sein. Das Gelenk wird arthroskopisch (oder selten offen) entfernt (Resektion), der Körper bildet danach ein schmerzfreies Ersatzgelenk aus.

Acromioplastik

Knöcherne Veränderungen unter dem Schulterdach können zu schmerzhaften Reizungen des Schleimbeutels und zu Schäden der Rotatorenmanschette führen. Typischerweise werden Schmerzen beim Anheben des Armes beschrieben. Bei der Operation wird der entzündlich veränderte Schleimbeutel entfernt und durch Entfernung von Knochenvorsprüngen am vorderen und seitlichen Schulterdach mehr Platz für die Sehnen der Rotatorenmanschette geschaffen.

Rotatorenmanschettenrekonstruktion

Arthroskopische Rotatorenmanschettenrekonstruktion

Bei rekonstruierbaren Rupturen mit guter Muskelqualität werden die verletzten Sehnen vernäht und mit Ankern am Knochen des Oberarmkopfes fixiert.

Offene Rotatorenmanschettenrekonstruktion

Diese Operation wird heute in unserem Spital nur noch selten durchgeführt. Die Sehnenstümpfe werden mit speziellen chirurgischen Fäden gefasst und am Oberarmkopf fixiert.

Mini open-Rekonstruktion

Über einen kleinen Schnitt im vorderen Bereich der Schulter werden die Sehnen unter guter Sicht wieder am Oberarmkopf refixiert. Unabhängig von der Operationsmethode ist eine Bewegungstherapie zur Mobilisation der Schulter und zur Kräftigung der Muskulatur notwendig.