Die Röntgendurchleuchtung erfolgt zur Darstellung von Blutgefässen (Angiographie), der Speiseröhre, des Magens oder des Darms sowie des Rückenmarkkanals (Myelographie). Dabei wird in den meisten Fällen ein Kontrastmittel verwendet, das in erster Linie intravenös, aber auch oral, rektal, intraarteriell oder intrathekal (in den Rückenmarkkanal) verabreicht wird. Die Röntgendurchleuchtung wird auch für bildgesteuerte Eingriffe eingesetzt. Auf diese Weise können verengte Blutgefässe erweitert, krankhafte oder blutende Gefässe verschlossen sowie Gewebeentnahmen gezielt vorgenommen werden.
Leistungsangebot Angiographie / Durchleuchtung:
Durchleuchtungsuntersuchungen
- Oesophagus
- Magen
- Dünndarm
- Dickdarm
- Defäkographie
- Harnwegsystem
- Gallengangsystem
- Sialographie
- Gelenke
- Thorax
Angiographie
- Abdominalgefässe
- Beckenarterien
- Arm- und Beinarterien
- Arm- und Beinvenen
Durchleuchtungsgesteuerte Interventionen
- Feinnadelpunktionen
- Biopsien
- Drainagen
- Gefässeingriffe (Ballondilatationen, Stentimplantationen)
Kontrastmittelgabe
Bei einer Kontraströntgenuntersuchung kann in seltenen Fällen eine Überempfindlichkeit ("Kontrastmittel-Allergie" bzw. "Jod-Allergie") auftreten, die sich durch Brechreiz und Übelkeit, manchmal auch Atemnot oder Auftreten eines Hautausschlages äussert. Solche Nebenwirkungen können unabhängig von der eingesetzten Dosis extrem selten auch mit lebensbedrohlichen Beschwerden wie Kreislaufkollaps (bis hin zum Herzstillstand) auftreten.
Besondere Situationen:
- Risikopatienten – mit Herzschwäche oder Herzrhythmusstörungen – erhalten eine möglichst geringe Kontrastmitteldosierung. Eine Untersuchung wird nur vorgenommen, wenn diese unbedingt erforderlich ist.
- Das üblicherweise in Kontrastmitteln vorhandene Jod kann bei Patienten mit Neigung zu Schilddrüsenüberfunktion zu einer Störung des Schilddrüsenstoffwechsels führen. Falls eine Kontrastmitteluntersuchung trotzdem unbedingt notwendig sein sollte, müssen die Schilddrüsenwerte kontrolliert und gegebenenfalls Medikamente verabreicht werden. Bei Patienten mit anderen Schilddrüsenproblemen (Kropf mit normaler Schilddrüsenfunktion, Schilddrüsenunterfunktion) ist die Anwendung von jodhaltigen Kontrastmitteln im Allgemeinen problemlos.
- Auch eine Einschränkung der Nierenfunktion als Folge der Injektion von Kontrastmitteln ist möglich. Es ist empfehlenswert, nach einer solchen Untersuchung als Ausgleich möglichst viel Flüssigkeit zu trinken. Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion gibt es genaue Vorschriften zur Benutzung von intravenösen Kontrastmitteln bei radiologischen Untersuchungen.