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Harninkontinenz

Von Harninkontinenz spricht man bei ungewolltem Urinabgang oder Blasenschwäche. Dies betrifft etwa 10 – 20 % aller Frauen. Die Häufigkeit nimmt mit zunehmendem Alter zu und liegt in der Gruppe der bis 44-jährigen bei etwa 5 %, bei den 45 – 65-jährigen bei etwa 10 % und bei den über 65-jährigen Frauen bei 20 %.

Urin zu verlieren wird erst dann zu einer Krankheit, wenn dies für die Patientin ein Problem darstellt. Dabei gibt es Frauen, die mit häufigen Urinverlusten problemlos umgehen können und sich nicht gestört fühlen. Andere Frauen empfinden sich bereits bei einer leichtgradigen Inkontinenz massiv in ihrer Lebensweise eingeschränkt.

Generell wird die Urininkontinenz ihren Symptomen entsprechend eingeteilt

  • Stress- oder Belastungsinkontinenz: Man spricht von Belastungsinkontinenz wenn bei körrperlicher Tätigkeit oder auch beim Husten oder Niesen unwillkürlich einige Tropfen Urin abgehen.
  • Urge- oder Dranginkontinenz: Von Dranginkontinenz spricht man bei Urinverlust, der mit einem nicht unterdrückbaren Drang Wasser zu lösen einhergeht. Häufig wird nur sehr wenig Urin gelöst und die Frauen müssen alle 1 oder 2 Stunden die Toilette aufsuchen.
  • Gemischte Inkontinenz: Diese besteht aus den beiden Komponenten Stress- und Dranginkontinenz und ist ein sehr häufiges klinisches Bild.
  • Urininkontinenz seltener Ursache: z. B. Überlaufblase, neurogene Inkontinenz